Zum x-ten Mal schon stellten
Gärtnerinnen und Gärtner ihre Gärten in der OLMA-Halle 1.2 aus.
"So langweilig, jedes Jahr dasselbe", könnte man denken, doch
nein. Der treue Besucher, die treue Besucherin, sie beide können jedes
Jahr wieder neue Blumen, neue Pflanzen entdecken in der Halle.
vecors.
Die
Ausstellung hat jedes Jahr ein Thema. Dieses Jahr war dies "Blumen zum
Flumen". Es sei bemerkt, dass die Themen jeweils von einer prominenten
Persönlichkeit frei gewählt wird. Das diesjährige, von allen
Beteiligten als höchst originell eingestufte, Thema verdankt seine
Existenz niemand anderem als dem politisierenden Staubbesen, dem Sokrates von
heute, Albert Nufer. Dieser sieht den Ursprung seiner Innovation noch vor
Augen: "Ein Freund hat mir eine so grosse Blume geschenkt! Sie war so
gross, dass sie nirgends auf einem Fenstersims Platz hatte. Und dazu
verbreitete sie noch einen Geruch nach edlen Damen. Das wollte ich nicht, und
weil es überall so staubig war, benutzte ich sie kurzerhand als Flumer.
Dies hatte als positiven Nebeneffekt, dass das behandelte Entstaubte Mobiliar einen
ganz sanften blumigen (nicht dämlichen) Geruch hat."
So
wurden in dieser Ausstellung vorallem grosse duftende Blumen und Sträucher
ausgestellt. Die Flumerinsdustrie war empört ob der "nicht
gerechtfertigten Konkurrenz". Man befürchtete in obersten
Flumer-Kreisen, dass der Verkauf von Flumern sich drastisch senken, ja gegen
null gehen würde. Sie engagierte daher eine Terrororganisation, wie aus
Polizeiberichten hervorgeht, die die Halle in Feuer stecken sollte. Aus
"kurzzeitiger Zerstreuung", wie die mittlerweile über
80-jährigen Ex-SS-Leute sagen, hätten sie leider die falsche Halle
erwischt.
Die Besucher sind begeistert
von der neuen Abstaub-Perspektive. "So macht das Abstauben freude",
freut sich eine junge Frau, die an einem der zahlreichen
Demonstrationsständen gerade ein barockes Schränklein entstaubt.
Nebst den Farben, den Formen und den Düften der Flumer-Blumen wird auch
geschätzt, dass sie nach Gebrauch (je nach Sorte 4-10 mal
(3-Zimmer-Wohnung)) im Kompost naturlieb entsorgt werden können.
Originelle Themenwahl
Der
Veranstalter, die OGV, die Ostschweizer Gärtner Vereinigung, ist
höchst zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. So Hans-Jakob Misstehl,
Präsident: "Wir machten bisher nur positive Erfahrungen mit der
Prominenten-Themenwahl. Durch die oft originelle (vorallem vom linken Lager)
Themenwahl werden die Leute angezogen. Es kommen durchschnittlich eine Million
Leute pro Tag aus aller Welt. Wir sind daran, zu erwägen, ob wir die
Ausstellung auf mehrere Hallen verteilen wollen."
Die Ausstellung ist noch bis
und mit Sonntag offen, von morgens 7 Uhr bis Abends 19 Uhr. EU-Bürger
müssen ein Visum mitbringen. Hunde sind verboten, es steht allerdings am
Eingang kostenlos ein Fleischwolf zur Verfügung. Daraus wird garantiert
BSE-freies Tiermehl für schweizer Kühe hergestellt.