Lies nicht nur in Büchern, sondern auch in Augen.
(Bart, 37.5)
Die
aktuelle Predict.
Diese Woche von Fader C. geschrieben mit der gnädigen
Hülfe vom grossen und hellen Bart für alle Menschen auf der Welt.
Geschätzte
Gemeinde,
das Leben ist
doch voller Erkenntnisse. Die meisten verdanken wir uns selbst, ja mit allen
haben wir etwas zu tun. Aber wenn die Umwelt nicht wäre, ui, ich
wüsste nicht, ob wir Erkenntnisse hätten. Stell dir vor, Bartes
JüngerIn, du wärst, aber es wäre sonst nix, oder du würdest
es zumindest nicht merken. Dann hättest du nur dich, müsstest mit dir
selber reden, denken, wenn du das überhaupt könntest, denn du
wüsstest ja nichts von Farben, Tönen, Gefühlen, du kenntest nur
das, was in dir entspränge.
Aber dem ist
ja zum Glück nicht so, denn Bart hat es gut mit uns gemeint und uns die
Welt gegeben oder besser uns der Welt, obwohl er ahnen konnte, dass es nicht
das beste für die Welt war. Aber Bart ist kein heilloser Optimist und hat
es auch gern ein bisschen spannend, und drum hat er uns hier drunten
installiert, auf Gedeih und Verderb. Und es wird kein Happy-End geben.
Hoffentlich. Das hätten wir nämlich nicht verdient.
Aber das ist
noch fern fern. Wir wollen keine Endstimmung verbreiten, dass ist etwas recht
sinnloses. Wir wollen uns wennschon mit unserem eigenen Ende befassen, damit
wir locker rangehen können, wenn es soweit ist. Wie es geschieht, kommt
schlussendlich nicht draufan. Ob wir alleine oder mit dem Rest der Welt
draufgehen, ist total egal. Oder wie es Bart sagt: „Mit jedem Leben, das
gehet, vergehet eine Welt.“
Zurück zu
den Erkenntnissen. Endlich, nach einer recht langen Pause, die mich schon an
meinem Glauben zweifeln liess, sprach Bart wieder zu mir, und zwar heute
Morgen, während ich meine Zehennägel schnitt (das letzte Mal
erwischte er mich auch im Badezimmer (er scheint sich dort wohl zu
fühlen), damals hatte ich Durchfall und es war mit schrecklich peinlich).
Oh, ja, er liess seine gewaltig-piepsige Stimme erschallen, dass es eine Freude
war. "Fader C.", tönte es aus der Schüssel, "ftreck
mir nicht fo deine Füffe entgegen." Natürlich zog ich sie gleich
zurück, von innerster Rührung gerührt. "Fag mir, Fader
C.", sprach er mich mit seinem süssen Fprachfehler an (den ich in den
Zitaten weglasse, weil es glauben machen könnte, ich wolle Bartes
Weiheiten durch den Kakao ziehen (den ziehe Bart durch den Kakao, der das
will!)), "haft du mich vermifft?" Bart spricht oft auf meine
Gefühle an, obwohl er natürlich weiss, ob ich ihn, ob du ihn
vermisst, denn er weiss alles, unser Bart.
Dann aber
wurde er ernst. So ernst, dass das Wasser in der Schüssel zu brodeln
begann, ja ich hatte Angst, es würde sich gleich ein Geysir dampfheissen
Wassers über mich ergiessen, zur Strafe für meine Sünden. Und er
sprach: "Du follft etwaf für dein Herpf tun, Menfff! Laffe nicht tfu,
daff dich dein Alltag, dein Leben pferdrückt, laffe dich nicht tfufehr an
einer Rolle, an einem Platfe im Leben und der Gefellffffaft feffeln. Geh deinen
eigenen Weg, und wiffe, daff du nicht darum herumkommft, andere Mitmenfffffen
zu enttäuffffen, denn fie können dich nicht verftehen und find oft
enttäufffft, wenn fie nicht enttäufffft zu fein brauchten. Fei gut
pfu deinen Mitmenffffen, aber fei nicht deren Fklave! Laff dein Herpf deinen
Meifter fein und gehorche nur ihm, bif in den Tod!!"
Mit diesen
dramatischen Worten spritzte es tatsächlich aus der Schüssel, jedoch
nur ein bisschen, nicht weiter schlimm. Und Bart war weg.
Ja, der/die du
jetzt wieder mehr weisst von Bart, die/der du ihn liebst wie deine
Sparbüchse, ich möchte nicht mehr Worte verlieren, alles, was gesagt
werden musste, hat Bart gesagt.
Aus dem Lichte Barts, Fader C..
Hat
dir diese Predict gefallen und in dir einen Gedanken erweckt, so sprich zu uns!
Du musst nicht hören und nicht
sprechen. (Bart, 24.2)