Das Lied vom Bär.

 


An diesem Platz stand einst ein Wicht,
mit wirrem Haar in düstrem Licht.
Und traute seinen Augen nicht.

Nicht weit entfernt im Wiesengrund,
lag tot ein Pferd, der Körper wund
von einem riesgen Bärenschlund.

Ai, ai, dacht sich der kleine Wicht,
ich muss hinfort, hohes Gericht,
noch kriegst du meine Seele nicht.

Er stand noch und in seinem Kopf
ging ringsherum, dem armen Tropf,
der zottig braune Bärenschopf.

Da kam es schon, das grosse Tier
und schlürfte ohne Wein und Bier
den armen Wicht mit grosser Gier.

Der Wicht, der kleine, war nicht mehr,
der Bär, der ging noch lang umher.

 

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